Texte

Die Texte der Projektteilnehmenden sind direkt und authentisch. Schnörkellos führen sie uns die Welt der Projektteilnehmenden vor Augen das, was sie bewegt und umtreibt und was sie für wichtig erachten, wenn sie sich mit dem Themenkreis unseres Projekts auseinandersetzten.

Nahezu alle Jugendlichen haben im Laufe ihres Lebens selbst erfahren, was es heißt, Opfer von Mobbing und Diskriminierung zu sein. Die Geschichten der Projektteilnehmenden handeln darum vorrangig von Diskriminierung und Mobbing.

Am Ende der Projektlaufzeit werden die Texte in einer Projektdokumentation veröffentlicht.

Blackline
von Laura und Lydia

Mein Leben lang wurde ich schon immer gemobbt. Und es wurde noch schlimmer, als ich nach Berlin zog. Mit 12 Jahren fing ich an zu rauchen, zu saufen und zu ritzen. Ich zog nur noch schwarze Klamotten an und wurde langsam immer mehr zum Emo.
Im Unterricht hörte ich lieber Musik, als dem Lehrer zuzuhören. Ich wollte einfach nicht hören, was die anderen über mich sagten und wieso sie über mich lachten.
Meine Eltern hatten keine Kontrolle mehr über mich und ich langsam auch nicht mehr. Ich schlug die anderen ohne Grund, ich klaute Klamotten und war jedes Wochenende besoffen.

Von ein paar Punks, mit denen ich mich befreundet hatte, bekam ich Drogen. Das Geld meiner Eltern gab ich aus, um noch mehr Alkohol, Drogen und Zigaretten zu kaufen.
Meine Arme waren übersät mit Narben. Es wurde immer schlimmer mit mir und ich begann, die Schule zu schwänzen oder kam besoffen zum Unterricht. Meine Eltern ertrugen es nicht mehr mit mir und sie setzten mich in einem Heim ab. Aber von dort bin ich bald schon abgehauen und lebte mit meinen Freunden auf der Straße.
Ein neuer Junge, namens Leon, kam in meine Klasse und ich verliebte mich in ihn. Doch er mobbte mich auch, um zu den anderen dazuzugehören. Irgendwann, als wir alleine waren, sagte er mir, dass er sich in mich verliebt habe. Ich meinte zu ihm, dass es mir auch so ginge, doch plötzlich stand die ganze Klasse um uns herum und lachte mich aus. Leon meinte, dass er mich nicht lieben würde, ich hässlich wäre und dass ich ein Scheiß-Emo sei.
Ich rannte aufs Klo und weinte. Ich nahm mein Messer aus der Tasche. Langsam tropfte das Blut auf den Boden, dann immer schneller und schneller. Ich hörte jemanden kommen und sah verschwommen Leons Gesicht, dann fiel ich in Ohnmacht.
Als ich wieder zu mir kam, lag ich in einem Krankenwagen und Leon hielt meine Hand. Ich lächelte ihn an und wurde wieder ohnmächtig. Im Krankenhaus wurde ich an ein EKG angeschlossen und die ganze Zeit über spürte ich Leons Anwesenheit. Ich spürte, wie ich immer schwächer wurde, ich kämpfte dagegen an und nahm all meine Kraft zusammen.
Ich sagte Leon, dass ich ihn liebe. Er küsste mich.
Ich hörte nur noch das Piepen des Monitors.
Piep. Piep. Piep. Piep. Stille.
 

Ein Tag wie jeder andere, eigentlich
von Aylin und Julia

Es war ein Tag wie jeder andere, nur dass vor ein paar Tagen die „Neue“ bei uns eingezogen war. Ich stieg aus dem Auto. Es war kalt und dunkel und es war schon spät.
Da sah ich ihn an der Bushaltestelle. Ja, wir hatten … ein gutes Verhältnis. Er rauchte. Ich hatte das Gefühl, als ob ich fehl am Platz sei. Ich spürte die Kälte immer mehr.
„Wenn dir so kalt ist, dann geh doch schon rein“, sagte er, doch ich wollte durchhalten. Da saß ich nun mit meiner dünnen Strumpfhose und meinem weißen Wollschal. Es schien so, als würde er sagen wollen: „Geh doch“. Ich wusste nicht, was los war, er ignorierte mich.
Der Bus kam. Ich wusste, dass das „neue“ Mädchen, meine neue Freundin, im Bus saß. Was ich nicht wusste, war, wie wir alle drei miteinander klar kommen würden. Sie stieg aus. Ab dem Moment war ich unsichtbar, einfach nur Luft für die. Er umarmte sie – meine Freundin. Jetzt rauchten sie. Die erste Zigarette, danach die zweite, dann eine dritte. Sie redeten und lachten.
„Willst du nicht lieber reingehen?“ Die Neue lachte.
„Nein“, sagte ich leise und noch leiser: „Ich komme damit nicht klar und fühle mich ausgeschlossen.“ „Aha“, sagte sie. Sonst nichts.
Wir mussten uns beeilen, denn es war schon spät. Wir klingelten, die Tür öffnete sich. Schritt für Schritt ging ich jede Stufe einzeln hoch. Jede Stufe fiel mir schwer. Endlich waren wir oben angekommen. Wir wurden schon erwartet. Sie lachten. Alle lachten. Ich suchte meinen Schlüssel und sah den langen Flur entlang.
Als ich endlich den Schlüssel gefunden hatte und aufschließen wollte, fiel er herunter. Ich bemerkte es erst eine Weile später. Ich hob ihn auf, schloss die Tür auf und legte mich samt Sachen auf das Bett. Ich musste weinen, ich war so allein und ausgeschlossen. Unter Tränen schlief ich ein und träumte von einer besseren Welt.

Freundschaft
von Asma, Ella, Laura, Lydia, Mouna und Nikola

Delia und Fiona waren beste Freundinnen, sie machten alles zusammen und erzählten sich alle Geheimnisse. Eines Tages kam ein neuer Junge in die Klasse namens Damen!
Fiona verliebte sich sofort in ihn. Liebe auf den ersten Blick!
Nach paar Wochen wurden die beiden ein Paar <3. Seit Fiona mit Damen zusammen war, hatte sie kaum noch Zeit für Delia.
Delia schwärmte heimlich für Damon und versuchte, Damon Fiona auszuspannen. Am Wochenende sollte eine Poolparty stattfinden. Delia, Fiona und Damon wurden eingeladen. An dem Abend tranken die drei ziemlich viel Alkohol, viel zu viel. Fiona ging aufs Klo. Damon und Delia saßen auf der Couch. Als Fiona zurückkam, sah sie, dass die beiden sich küssten! Fiona war schlagartig nüchtern. Sie war enttäuscht Damon war ihr erster richtiger Freund, ihre erste große Liebe. Wütend ging sie zu den beiden, zog sie auseinander und schrie durchs ganze Haus! „Du Miststück, Damon! Ich will dich nie wiedersehen! Und du Delia, wirst nie weder meine Freundin sein!“
Weinend ging sie nach Hause. Zwei Tage später stand Damon vor der Haustür mit Rosen und einer Schachtel Pralinen. Er zog eine Kette hervor, auf der ihre beiden Namen standen.
Delia schlug die Tür vor seiner Nase zu. Weinend ging sie zum Fenster und sah am Himmel ein Flugzeug mit einem Banner. „Fiona, ich liebe dich“, las sie. „Verzeih mir!“
Sie rannte zur Tür zurück, öffnete sie und umarmte ihn.
Wochen später traf Fiona Delia auf einer Party. Sie lächelten sich an und redeten miteinander. Delia entschuldigte sich und umarmte Fiona. Sie konnten einfach nicht böse aufeinander sein.
Wie der Zufall es wollte, kam Delia später mit Damons bestem Freund zusammen. So konnten sie gemeinsam viel unternehmen. Sie hatten eine gute Zeit.

Der Neue
von Calvin und Jan

Ich kann mich genau erinnern, wie es war, als ich damals in meine neue Klasse kam. Alle schauten mich komisch an. Okay, ich weiß, ich sehe ein bisschen anders aus, aber das ist doch kein Grund, mich zu demütigen. Gleich am ersten Schultag merkte ich, dass ich keine Chance hatte. Ich wurde ausgeschlossen, gemobbt und beschimpft. Das ging sehr lange so, fast ein halbes Jahr.
Ein Tag hat alles verändert: eine neue Schülerin kam in die Klasse. Ich fing laut an zu lachen und ließ ein paar fiese Sprüche raus, genau so, wie sie es bei mir getan hatten, in der Hoffnung, dass ich nun zu den anderen gehörte. Meine Klassenkameraden sahen mich verwundert an, aber es dauerte nicht lange, bis sie mitlachten. In der Pause sprachen sie mich alle an: „Geile Aktion“. Und ich merkte, dass ich langsam dazugehörte. Ich mobbte das Mädchen über eine Woche lang, doch dann wurde mir klar, dass es falsch war. Ich ging zu ihr und entschuldigte mich, weil ich gemerkt hatte, dass ich nicht besser zu ihr war als die anderen zuvor zu mir. Ich beschloss, lieber zu ihr zu gehören als zu den anderen. Ich selber weiß, wie es ist alleine dazustehen, und das ist nicht schön.
Ein wenig später wurden freundeten wir uns an. Ich merkte dass es viel wichtiger ist, einen wahren Freund zu haben als viele falsche.

Neues Leben in Berlin
von Aylin und Julia

Ich heiße Aysa, bin 14 Jahre alt und lebe seit eineinhalb Jahren in Deutschland.
Ich wohne mit meinen kleinen Bruder Erdal, meinem strengen Vater und meiner Mutter in München. Morgen ziehe ich mit meiner Familie nach Berlin, da mein Vater hier seine Arbeit nicht weitermachen kann und nach Berlin versetzt wird.
Die Koffer stehen gepackt im Flur. Ich muss meine Freunde hier lassen. Ich höre das Ticken meiner Armbanduhr und durch die geöffneten Fenster dringen Motorengeräusche der Autos, die die letzten Parkplätze suchen, bevor alle belegt sind. Ab und zu wische ich die Tränen weg. Das Ticken der Armbanduhr macht mich schläfrig. Das Klingeln meines Wecker lässt mich hochschrecken. Werde ich jemals wieder hierher kommen? Mein Vater kommt in mein Zimmer und sagt: „Aysa, beeil dich, wir wollen noch heute in Berlin ankommen.“
Ich helfe meinen Vater die Koffer runterzutragen. Mein kleiner Bruder schläft noch. Eine Stunde später sitzen wir im stickigen Auto. Ich sehe unserem Haus und meiner „Heimat“ nach. Es wird still und meine Augen klappen immer wieder zu. Ich hoffe, dass alles nur ein Traum ist.
Unsanft fährt das Auto über einen Huckel und ich werde ich wach. Mein Vater parkt den Wagen vor einem gelben Hochhaus. Wir müssen in den fünften Stock, in dem wir von heute an leben werden. Wir schleppen die Koffer in den fünften Stock. Die Tür steht offen. Wir müssen oft gehen, bis alles oben ist. Jedes mal 300 Stufen, Schritt für Schritt. Vier Zimmer und ein langer Flur. Die Wände sind grau. Wir reden sehr wenig.
Ich beziehe das kleinste Zimmer, ein kleines Bett steht darin. Meine Mutter packt in Rekordzeit die Koffer aus. Mein Vater hat Hunger. Meine Mutter kocht türkische Suppe, die mein Bruder so liebt. Meine Mutter steht am Herd, mein Vater schließt den Fernseher an, mein Bruder spielt mit seinem Ball und ich schaue aus dem Fenster ganze fünf Stockwerke hinunter. Die Menschen rennen, ein paar Spatzen springen auf dem Bürgersteig hin und her und ich sehe ein paar Arme betteln.
Meine Mutter ruft zum Essen. Ich sitze am Tisch. Mein Vater sieht mich an. Es ist wie immer still beim Essen, nur mein Bruder verursacht ein paar Geräusche, wenn er mit dem Löffel spielt. Ich gehe ins leere Zimmer zurück und setze mich auf das Bett. Mein Blick schwebt durch die Luft. Mein Bruder setzt sich zu mir. Wann wir wieder nach Hause fahren. Ich antworte ihm „bald“ und nehme ihn in den Arm.
Es wird dunkel. Der Mond scheint ins Zimmer. Ich bringe meinen Bruder schlafen und gehe selbst ins Bett.
„Auf geht’s zur Schule“, sagte meine Mutter am Morgen. Ich nehme eine kleine Tasche und laufe die Treppe hinunter. Auf dem Stadtplan suche ich die Schule. Ich gehe die lange Straße entlang, bis ich mit einem Male vor ihr stehe.
Klasse 9c. Ich setze mich auf einen Platz. Ich soll mich vorstellen. Alle gucken mich mit großen Augen an. Sie beschimpfen mich. Die Lehrerin macht nichts. In der Pause eskaliert die Situation und die Schüler bewerfen mich mit Essensresten. Ich laufe so schnell ich kann aus dem Klassenraum, in die Toilette, die Tränen laufen.
Ich will nur noch nach Hause, zurück in meine Heimat.
Die ewig parkplatzsuchenden Autos, mein kleinen Fenster und meine drei besten Freunde, für mich ist es klar. Ich renne nach Hause.
Meine Mutter nimmt mich in den Arm. Ich sage, dass ich zurück will. Mein Vater ruft an. Es gibt Neuigkeiten, sagt er. Wegen eines Todesfall soll er die Arbeit in Berlin einstellen und nach München zurückkommen.
Ich springe vor Freude in die Luft, morgen zurück!
Ich drücke meine Armbanduhr fest an mein Ohr. Fast meine ich, die Motorengeräusche der Autos vor unserem Haus zu hören.

Das Vergewaltigungsopfer
von Asma, Ella und Mouna

Ich heiße Nancy und bin 14 Jahre alt. Ich gehe auf die IGS-Kronsberg in die 9. Klasse.
Jeden Tag werde ich von meinen Mitschülern gedemütigt. Es kommen Sprüche wie: Topmodel, Hässliche, Behinderte, Dumme, du gehörst hier nicht her und Pirat, nur weil ich anders bin.
Aber ich habe mich schon dran gewöhnt, dass mir keiner hilft. Egal, an welchem Ort ich bin und egal, was ich mache, ich bin unerwünscht. Egal, was ich tue, es ist falsch. Manchmal denke ich darüber nach, nicht mehr zur Schule zu gehen und zu schwänzen. Vielleicht ist das besser. Es kam der Tag, an dem ich das ausprobierte, ich ging ich nicht in die Schule, sondern in die Stadt. In einem Café lernte ich einen 29 jährigen Mann kennen, der sehr, sehr freundlich rüberkam und dem ich erzählte, wie es mir in der Schule erging. Es tat so gut, mit jemandem zu reden, der mich verstand.
Obwohl er wusste, was ich schon alles durch gemacht hatte, vergewaltigte er mich nach etwa vier Wochen. Wieder mal bin ich auf eine Person hereingefallen, der ich vertraut habe. Und wieder mal weiß ich nicht weiter. Ich fange an, mich selbst zu verletzen.
Einige Wochen später lernte ich einen 16 jährigen Jungen kennen, in den ich mich sofort verliebte. Wir trafen uns ein paar Mal. Da ich nicht wusste, ob er meine Gefühle erwiderte, sagte ich ihm erstmal nichts. Zwei Wochen später nahm er mich in seine Arme und flüsterte mir ins Ohr, dass er sich in mich verliebt hatte. Wir küssten uns und wurden ein richtiges Paar.
Ich erzählte ihm von den Schwierigkeiten in der Schule, von der Vergewaltigung und den Selbstverletzungen. Ich schüttete ihm mein ganzes Herz aus. Er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte und ging zu einer Beratungsstelle. Man riet ihm, mit mir gemeinsam dort hinzukommen. Ich zweifelte zuerst, ließ mich dann aber doch überreden. Die Leute dort waren nett, ich gewann Vertrauen und begann, das Erlebte zu verarbeiten.
Die Therapie liegt nun schon eine Zeitlang hinter mir. Man könnte meinen, ich habe alles vergessen, also verdaut. Die Probleme in der Schule hatten sich aufgelöst, als ich in der Klasse offen erzählt hatte, was mir Schlimmes widerfahren war. Ich genieße mein Leben nun wieder, gemeinsam mit meinem Freund.
 

Vom Opfer zum Täter
von Marcel und Gözim

Jürgen betrat den Klassenraum. Alle lachten ihn aus. Er wusste nicht warum, und es interessierte in ihn auch nicht. Jürgen ließ sich nicht einschüchtern. Während des Unterrichts flogen ihm immer wieder Papierkugeln an den Kopf. Endlich begann die letzte Pause. Er hatte nur noch zwei Stunden. Wieder flogen Papierkrampen.
Als der Gong ertönte, ging Jürgen nach Hause. Als er seinen Schlüssel aus der Tasche ziehen wollte, erschrak er. Der Schlüssel war weg. So weit gingen sie nun schon. Sie schreckten vor nichts zurück.
Zum Glück war sein Vater zu Hause. Jürgen rannte an ihm vorbei in sein Zimmer und knallte die Tür zu. Er warf sich aufs Bett. Es war das erste Mal, dass er wegen der Bosheiten seiner Mitschüler weinen musste.
Sein Vater fragte, was passiert sei. Jürgen erzählte seinem Vater alles, der sofort einen Termin mit der Klassenlehrerin ausmachte.
Jürgens Lehrerin versprach, dass sie sich darum kümmern wolle und so etwas nicht mehr vorkommen werde.
Tatsächlich ließen sie ihn am nächsten Morgen in Ruhe. Jürgen war froh.
Einen Monat lang wurde er nicht mehr gemobbt, doch er sann auf Rache. Er wollte sich an seinen Mitschülern rächen.
Am nächsten Tag ging er früher als sonst zur Schule und rannte schnell in den Klassenraum. Er verklebte die Sitzflächen der Stühle mit transparentem, langsam trocknendem Kleber. Als die Mitschüler nach und nach eintrudelten und sich ahnungslos setzten, merkten sie, dass sie reingelegt worden waren. Sie ärgerten sich maßlos.
Jürgen bekannte sich zu seiner Tat. Als er begann, die Stühle freizukratzen, half eine Schülerin ihm. Nach und nach halfen weitere Klassenkameraden, bis schließlich alle schabten und kratzten. Jürgen hatte sich Respekt verschafft. Seit dem Tag gehörte er dazu.

Vorurteile

Während der Projektlaufzeit haben wir über viel über die Entstehung von Vorurteilen gelernt. Viele Vorurteile halten sich hartnäckig und man hört sie fast täglich. Diese Vorbehalte und Negativklischees gegenüber anderen Menschen haben wir zusammengetragen:

von Jan, Marcel
Frauen können nicht einparken
Polen klauen
Türken sind asozial
Albaner sind dumm
Deutsche sind Rassisten
Griechen können nicht mit Geld umgehen
Sinti stinken
Russen sind aggressiv
Asiaten sind Tierquäler
Italiener sind fett
Franzosen sind schwul
Muslime sind Terroristen
Japaner sind Technikfreaks
Chinesen sind Tierquäler und essen alles

von Laura und Lydia
Schwarze sind dumm
Frauen können nicht Auto fahren
Männer lügen immer
Alle Handwerker sind gleich untalentiert
Polen klauen
Asiaten sehen alle gleich aus
Chinesen sind pervers
Ausländer sind gewalttätig
Taxifahrer können nicht Taxi fahren
Ärzte ziehen einem das Geld aus der Tasche

von Julia und Aylin
Polen klauen Autos
Lehrer denken, dass sie alles wissen
Eltern haben die Vorstellung, dass sie Vorbilder sind
Türken denken, sie kriegen jede rum
Türkische Väter schlagen und sind aggressiv
Frauen können nicht einparken
Ältere Leute sind immer nett, unschuldig und freundlich
 

Unser Resümee

Gegen Ende des Projektes haben wir Bilanz gezogen und gemeinsam überlegt, was wir erarbeitet und dazugelernt haben. Corinna Luedtke bat uns, anhand unserer zusammengetragenen Leitstichwörter ein Resümee zu verfassen. Das hat richtig Spaß gemacht und wir haben noch einmal gesehen, was wir alles in dem Halbschuljahr gelernt und unternommen haben. 

Leitstichwörter:

-Internetseite

-Berlinfahrt

-für Integration/ gegen Rassismus

-Lektorieren

-Ideen umsetzten

-Ausflüge/Museum usw.

-Einblick in die Politik

-Texte schreiben zum Thema

-Rollenspiel

-Diskussionen

-Vorurteile

-Organisation

-Verhaltensregeln
 

von Jan und Calvin

Die AG Schreibwerkstatt für Integration und gegen Rassismus war für uns ein tolles Erlebnis und hat sehr viel Spaß gemacht. Es war mal was anderes als Sport, Theater, oder andere AGs. Am besten war die Berlinfahrt, aber auch andere Ausflüge wie der Besuch des Museums oder das Gespräch mit Frau Dr. Lesemann über Integration waren sehr interessant. Insgesamt war das Projekt eine tolle Erfahrung und wir haben sehr viel gelernt.

von Marcel und Gözim

Wir haben im Projekt Schreibwerkstatt eine Internetseite erstellt, auf der Bilder, Termine und viele Infos zum Projekt veröffentlicht sind. Im Projekt haben wir auch sehr viel über Integration und Rassismus gelernt.

Es gab richtig coole Ausflüge, die Spaß gemacht haben. Im Museum zum Beispiel konnten wir viele Sachen sehen und sogar ein bisschen chillen.

Die Berlinfahrt war toll. Wir haben viel erlebt und uns gefreut, dass wir auch Freizeit hatten und trotzdem so viel geschafft haben.

Als wir beim Denkmal der Juden waren, war das richtig Hammer und man konnte lesen, wie viele Juden gejagt worden sind und getötet wurden.

von Asma, Ella und Mouna

Was haben wir aus dem Projekt mitgenommen:

Durch die Ausflüge und die Einblicke in die Politik haben wir neue Erfahrungen über das Thema Integration und Rassismus gemacht. Außerdem haben wir auf der Berlinfahrt viele Eindrücke zu den Themen „Als die Nazis Bücher verbrannten“ und „Weltstadt Kreuzberg – von Zuwanderern zu Einheimischen“ sammeln können. Wir haben außerdem gelernt, Ideen umzusetzen, Verhaltensregeln einzuhalten, Texte zu bestimmen Themen zu verfassen und uns in bestimmte Rollen hineinzuversetzen. Wie haben zu bestimmten Themen Diskussionen geführt und gelernt, was das Wort „Vorurteile“ eigentlich bedeutet. Außerdem haben wir gelernt, unsere eigenen Texte zu verbessern. Zudem haben wir eine eigene Projekt-Internetseite erstellt, die wir öfters im Unterricht besucht haben.

von Julia und Aylin 

Als wir das Angebot über die AG gelesen haben, schwebten wir schon auf „Wolke Sieben“ und stellten uns schon vor, wie unsere eigenen Texte in einem Buch veröffentlicht werden, natürlich mit unseren Namen darunter. Davon träumten wir, aber was uns dann erwartete, war noch viel schöner. Nicht nur die Berlinfahrt war der Hammer. Nein auch die interessanten Leute, die wir noch getroffen haben. Außerdem war die Betreuung und Leitung von Frau Luedtke und von Frau Wolf (die die besonderen Veranstaltungen begleitete) gut und nett organisiert. Wir waren oft unterwegs und haben viel gesehen. Dazu zählt das Historische Museum mit dem Thema Gastarbeit, da hat natürlich die Kamera nicht gefehlt, nicht nur für die Erinnerung später, sondern auch für unsere eigene Internetseite. Die Begeisterung, unsere eigenen Texte zu verwirklichen, war groß, und bald werden wir sie in unserem Buch lesen. Unser weniges Wissen über Integration und Rassismus änderte sich im Laufe unserer AG-Zeit. Aber auch das Interesse an der Judenvernichtung in Berlin war groß. Wir haben viele neue Dinge kennengelernt und gelernt, mit ihnen umzugehen, wie zum Beispiel Diskussionen, Vorurteile und das Lektorieren. Das Thema „Gewalt im Alltag“ haben wir in einem Rollenspiel ausführlich dargestellt und besprochen. Für einen kleinen Ausflug zur Eisdiele war auch mal Zeit und Vergnügen. Insgesamt werden wir die AG-Zeit auf jeden Fall nie vergessen.

von Nikola und Lydia

Wir finden die Internetseite voll hübsch und wir finden es gut, dass es da so viele Bilder und Texte gibt. Die Berlinfahrt war super!!! Wir haben viel Neues über die Judenverfolgung in Deutschland erfahren. Aber trotz der auch bedrückenden Momente während der Tour „Als die Nazis Bücher verbrannten“ haben wir sehr viel gelacht.

Wir finden, dass Integration sehr wichtig ist und man nichts gegen Ausländer haben sollte. Man sollte nicht auf die Nation, die Hautfarbe oder die Religion achten, sondern auf den Menschen. Wir alle sind schließlich Menschen.

Das Lektorieren war schon wichtig, da man nicht immer seine eigenen Fehler sieht. Der Ausflug ins Museum war ganz okay und man hat viel Neues über die Gastarbeiter in Deutschland gelernt. Das Eis war sehr lecker :P

Als Frau Dr. Lesemann da war,  hat sie uns viel über ihren Beruf erzählt und für was sie zuständig ist. Die Geschichten zu schreiben, hat super viel Spaß gemacht und man konnte seiner Fantasie freien Lauf lassen. Das Rollenschauspiel war zwar lustig, aber es hat uns nicht so viel gebracht. Vor der Kamera haben wir es nicht so gut hinbekommen, aber später, hinter der Kamera. Es war lustig zu erfahren, was für Vorurteile es gibt. Es gibt sogenannte „Hauptvorurteile“, die man am meisten hört.

In diesem Projekt haben wir gelernt, wie man unglaublich viel in kurzer Zeit schafft, was man alles beachten muss und dass es Spaß macht, etwas zu organisieren. Wir haben einfach noch mal wiederholt, wie man sich in bestimmten Situationen, Gesprächen usw. verhalten sollte. Corinna hat uns Ideen vorgeschlagen und gemeinsam  haben wir sie umgesetzt. Wir haben gelernt, dass die eigene Meinung nicht immer die beste ist und man auch auf andere hören sollte.